deutschenglishfrançaisarabic

Der Arabisierungsprozess

Terminologische Entwicklung & Arabisierungsmethodik:

Grundlegende Leitlinien: das BCA veranstaltet verschiedene Zusammenkünfte und Seminare (z.B. 1981 in Rabat und 1993 in Amman) und legt die Prinzipien für die Auswahl/Arabisierung wissenschaftlicher Begriffe fest.

  1. 1. Regularität und verbreitete Anwendung
  2. 2. Leicht zu verwenden
  3. 3. Zweckdienlichkeit und Kompatibilität
  4. 4. Ableitung ist möglich

Die Arabisierungsmethodik:
Das BCA hat gemeinsam mit verschiedenen nationalen Kommissionen eine Liste mit achtzehn (18) Leitprinzipien, die die unterschiedlichen Aspekte der Terminologie abdecken, erarbeitet.

  1. 1. Eine geeignete Verbindung zwischen der linguistischen Bedeutung des Begriffs und seinem idiomatischen Stellenwert herstellen, auch wenn es nicht erforderlich ist, dass der Begriff die gesamte wissenschaftliche Bedeutung enthält oder erfasst.
  2. 2. Entwicklung eines eigenen Begriffs für ein einzelnes wissenschaftliches Konzept, das einen eigenen wissenschaftlichen Inhalt auf einem Wissenschaftsgebiet enthält.
  3. 3. Vermeidung mehrerer Konnotationen des Begriffs in einem einzelnen Feld und Bevorzugung des spezialisierten Begriffs gegenüber dem gemeinsprachlichen.
  4. 4. Extrapolation und Neubelebung des linguistischen Erbes des Arabischen, vor allem des Arabischen, das in der Vergangenheit verwendet wurde und heute noch verwendbar ist.
  5. 5. Anwendung des internationalen Ansatzes bei der Auswahl der wissenschaftlichen Begriffe mit folgenden Anforderungen:
    1. a. Berücksichtigung der Konvergenz der Terminologie zwischen der arabischsprachigen Welt und internationalen Terminologieexperten, um ihre Verwendung durch Wissenschaft und Sprachgelehrte zu fördern.
    2. b. Übernahme des internationalen dezimalen Klassifizierungssystems für Termini gemäß ihrer Felder und Zugehörigkeit.
    3. c. Unterteilung, Aktualisierung, Verfeinerung, Definition und Umgruppierung der Konzepte in Übereinstimmung mit den dazugehörigen Feldern.
    4. d. Aktive Beteiligung von Fachleuten und Nutzern an der Terminologieentwicklung.
    5. e. Durchführung weiterer Forschungsarbeiten und Studien, um die Kommunikation zwischen den Machern und Nutzern der Terminologie zu erleichtern.
    6. f. Verwendung linguistischer Instrumente, um neue wissenschaftliche Terminologien zu erarbeiten, wie Ableitung und Lokalisierung.
  6. 6. Bevorzugung ursprünglicher, klassischer arabischer Termini gegenüber arabisierten.
  7. 7. Vermeidung der Verwendung einer umgangssprachlichen und informellen Terminologie, außer wenn es vollkommen angemessen oder unbedingt notwendig ist. Diese können nur dann verwendet werden, wenn sie in vielen arabischsprachigen Dialekten zu finden sind und ihre dialektale Natur explizit erklärt wird.
  8. 8. Bevorzugung klarer Begriffe und Vermeidung der Verbreitung verbotener Wörter und Ausdrücke.
  9. 9. Bevorzugung von Wörtern, bei denen eine Ableitung möglich ist gegenüber denen, die dies nicht erlauben.
  10. 10. Bevorzugung der Singularform des Begriffs, da dadurch die Ableitung und auch die Kombination in der Mehrzahl einfacher werden.
  11. 11. Bevorzugung spezifischer Begriffe gegenüber generischen, und sicherstellen, dass der arabisierte Begriff kompatibel mit seiner wissenschaftlichen Bedeutung in der Fremdsprache ist, ohne ihn dem linguistischen Stellenwert des Begriffs zu unterwerfen.
  12. 12. Im Fall von Synonymen oder partiellen Synonymen, Bevorzugung des Begriffs, dessen Wurzel auf ein erklärtes originäres Konzept verweist.
  13. 13. Bevorzugung bekannter Begriffe gegenüber fremden oder kaum bekannten Begriffen, außer, wenn der wissenschaftliche Stellenwert des bekannten Begriffs problematisch oder verwirrend ist.
  14. 14. Wenn mehrere Begriffe synonym verwendet werden oder sie in ihrer Bedeutung nahe beieinander liegen, die wissenschaftliche Bedeutung für jeden einzelnen präzise festlegen. Es ist vorzuziehen, wenn man mit solchen Termini zu tun hat, sie zusammenzufügen und als eine Gruppe zu behandeln.
  15. 15. Berücksichtigung, auf welche Verwendung sich Spezialisten und Wissenschaft geeinigt haben, unabhängig davon, ob die Begriffe übersetzt oder arabisiert sind.
  16. 16. Lokalisierung (wie bei Arabisierung), wenn nötig, der Begriffe globaler Natur, Termini oder Sätze mit griechischem oder lateinischem Ursprung oder/und Namen häufig zitierter Wissenschaftler, sowie chemischer Elemente und Verbindungen.
  17. 17. Wenn Begriffe arabisiert werden, sollte folgendes berücksichtigt werden:
    1. a. Bevorzugung und Anpassung des Begriffs, der in arabisierten Worten einfacher auszusprechen ist, insbesondere, wenn die Aussprache in der Fremdsprache sich deutlich unterscheidet.
    2. b. Änderung der Gestalt des Begriffs, damit er mit den arabischen Formen übereinstimmt.
    3. c. Behandlung des arabisierten Begriffs als einen arabischen Begriff, um ihn dann den Sprachregeln zu unterwerfen.
    4. d. Korrektur der arabischen Wörter, die durch Fremdsprachen verändert wurden, indem die ursprüngliche Form des Begriffs übernommen wird.
    5. e. Anpassung der Termini im Allgemeinen und der arabisierten im Besonderen, um ihre korrekte Aussprache und Richtigkeit sicherzustellen.